(+49) 01520 79 74 700 (Mo-Fr 7-17 Uhr)
0 St.
0,00 €
Sie haben noch keine Artikel im Warenkorb. Was machen wir uns damit?
Bezahlen Sie keine Lieferkosten! Fügen Sie … hinzu 40,00 € und Sie haben dies gratis.
 
40,00 €

Brauchen Sie Hilfe?

Sebastian kontaktieren!
(+49) 01520 79 74 700
[email protected]

Warum sollten Sie gerade von uns die Produkte einkaufen?

  • Kostenlose Lieferung bei einer Bestellung über 40 Euro
  • Zufriedene Kunden
  • Der Liefertermin ist bei jedem Produkt angegeben

BIO

 

 

 



Arabica vs. Robusta – welcher Kaffee ist der richtige?

18. 6. 2026 5 Minuten Lesen
Auf der Verpackung der meisten Kaffeesorten finden Sie zwei Begriffe: Arabica und Robusta. Viele von uns verbinden damit lediglich „milderen“ und „kräftigeren“ Kaffee. Doch diese vereinfachte Sichtweise ist trügerisch. Arabica und Robusta sind nämlich zwei völlig unterschiedliche Kaffeesorten, die sich bereits von Grund auf unterscheiden.

Arabica ist eine mildere und aromatischere Kaffeesorte mit einem geringeren Koffeingehalt, während Robusta kräftiger, bitterer und koffeinreicher ist. Darüber hinaus stammt Arabica von der Pflanze Coffea arabica (Arabischer Kaffeebaum), während Robusta von der Art Coffea canephora (Robusta-Kaffeebaum) gewonnen wird.

Sie unterscheiden sich also in vielerlei Hinsicht – von der Form der Bohne über den Koffeingehalt bis hin dazu, wie sie sich beim Rösten und in der Tasse verhalten. Und wenn Sie bisher der Meinung waren, Arabica sei gleichbedeutend mit „gut“ und Robusta mit „schlecht“, dann dürfen Sie sich auf einige Überraschungen gefasst machen.

Was ist Arabica und warum hat sie alle begeistert

Arabica macht etwa 60 bis 70 % der weltweiten Kaffeeproduktion aus und verdankt ihre Popularität vor allem ihrem reichen und vielfältigen Geschmacksprofil. In gut geröstetem Arabica-Kaffee können Sie fruchtige Noten erkennen, Schokolade, Karamell oder florale Nuancen.

Die Arabica-Bohnen enthalten bis zu 9 % Zucker und mehr Lipide als Robusta, was beim Rösten zu einer angenehmen Karamellisierung und zur Entstehung komplexer Aromen führt. Der Anbau von Arabica ist jedoch kein Spaziergang durch eine rosige Plantage oder einen Obstgarten, wenn man so will. Der Arabica-Kaffeebaum benötigt eine Höhenlage von etwa 600 bis 2.000 Metern, stabile Temperaturen von rund 15 bis 24 °C und bringt die erste Ernte erst nach vier bis sechs Jahren hervor.

Er ist anfällig für Schädlinge und Krankheiten und erfordert daher eine sorgfältige Pflege. Dieser hohe Anspruch spiegelt sich auch im höheren Preis wider und erklärt, warum auf den Etiketten von Premium-Kaffees so gern die Bezeichnung „100 % Arabica“ erscheint.

Interessante Tatsache über Arabica! Laut genetischen Forschungen hat Arabica einen überraschenden Vorfahren in ihrem Stammbaum. Einer ihrer „Elternteile“ ist nämlich der Robusta-Kaffeebaum, also Coffea canephora. Arabica ist damit im Grunde eine entfernte Verwandte ihrer größten Rivalin.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie eine solche hochwertige sortenreine Arabica schmeckt, probieren Sie zum Beispiel Brasilien Dolce Diamantina mit einem milden nussigen Nachgeschmack oder Peru SHB Pichanaki Grade 1 BIO, die zu den besten peruanischen Kaffees zählt.

Für Liebhaber unkonventioneller Geschmackserlebnisse gibt es Nikaragua SHB EP Maragogype, eine Sorte mit auffallend großen Bohnen, die Sie schon beim ersten Schluck lieben werden, der genau richtig süß, weich und elegant ist.

Robusta verdient eine zweite Chance

Robusta wird oft zu Unrecht als die minderwertige Schwester der Arabica bezeichnet. Der Robusta-Kaffeebaum wächst in niedrigeren Höhenlagen, verträgt höhere Temperaturen und mehr Feuchtigkeit und liefert bereits nach zwei bis drei Jahren die erste Ernte. Er ist von Natur aus widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen, unter anderem dank seines höheren Koffeingehalts, der der Pflanze als natürlicher Schutz dient.

Einer der Bereiche, in denen Robusta Arabica deutlich übertrifft, ist der Koffeingehalt. Während Arabica etwa 1,2–1,5 % Koffein enthält, bietet Robusta ungefähr das Doppelte, also rund 2,2–2,7 %. Das zeigt sich auch im Geschmack. Robusta ist deutlich bitter, vollmundig, mit erdigen, nussigen oder schokoladigen Noten.

Sie vermisst zwar die verspielte fruchtige Säure der Arabica, bringt dafür aber einen vollen Körper und eine hervorragende Crema mit sich. Genau deshalb ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Espresso-Mischungen. Hochwertige Robusta kann überraschen. Ihr größter Produzent weltweit ist Vietnam, aus dem ich Vietnam Robusta Grade 1 zur Verkostung empfehle.

Oder gönnen Sie sich Robusta Indien Cherry AA mit vollem Körper und angenehmer Bitterkeit oder Robusta Guatemala El Pacifico, die mit Vorurteilen über mittelamerikanischen Kaffee aufräumt.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Arabica und Robusta

Arabica und Robusta sind keine Rivalen. Sie sind zwei unterschiedliche Kaffeewelten, von denen jede etwas zu bieten hat. Man kann daher nicht sagen, dass Arabica besser und Robusta schlechter ist. Vielmehr sollte man wissen, was man von seinem Kaffee erwartet

Möchten Sie Milde und Vielfalt? Dann wählen Sie Arabica. Müssen Sie morgens richtig in Schwung kommen? Robusta wird Sie nicht enttäuschen. Und wenn Sie beiden eine Chance geben möchten, ist eine Espresso-Mischung mit einem abgestimmten Verhältnis beider Sorten eine sichere Wahl.

Falls Sie in diesen Unterschieden dennoch weiterhin unsicher sind, haben wir für Sie eine übersichtliche Zusammenfassung.

Eigenschaft Arabica Robusta
Botanischer Name Coffea arabica Coffea canephora
Anteil an der Weltproduktion cca 60–70 % cca 30–40 %
Anbauhöhe 600–2 000 m 200–600 m
Erste Ernte nach 4–6 Jahren nach 2–3 Jahren
Koffeingehalt 1,2–1,5 % 2,2–2,7 %
Zuckergehalt in den Bohnen 6–9 % 3–7 %
Bohnenform länglich, mit s-förmiger Rille runder, mit gerader Rille
Geschmacksprofil mild, fruchtig, blumig, säurebetonter bitter, erdig, vollmundig
Crema im Espresso feiner, heller reichhaltig, dicht
Preis höherer niedrigerer
Widerstandsfähigkeit der Pflanze eringer, anfälliger für Krankheiten höher, widerstandsfähiger gegen Schädlinge

Egal wofür Sie sich entscheiden, die Röstqualität und die Herkunft der Bohnen spielen immer eine entscheidende Rolle. Es lohnt sich wirklich, Kaffee mit Bedacht zu wählen – am besten dort, wo man Ihnen zu jeder Bohne etwas sagen kann. In unserer Plantagen-Kaffee-Redaktion schwören wir auf Frisches Quartett, das uns am meisten an Tagen schmeckt, an denen der Terminkalender förmlich aus allen Nähten platzt.

Wann sollte man zu Arabica greifen und wann zu Robusta?

Die Wahl zwischen Arabica und Robusta ist also keine Frage der Qualität, sondern der persönlichen Vorlieben und der Zubereitungsart. Wenn Sie eine mildere, aromatischere Kaffeevariante mit süßeren Noten und angenehmer Säure bevorzugen, ist Arabica wie für Sie gemacht. Sie eignet sich hervorragend für Filterkaffee, Pour-Over-Methoden und auch für Espresso.

Robusta spricht hingegen diejenigen an, die ein intensiveres Geschmackserlebnis suchen, ebenso wie mehr Koffein, einen vollmundigen Körper und eine unverwechselbare Bitterkeit. Wenn Sie gerne ein traditionelles italienisches Espresso mit schöner Crema zubereiten, dann ist Robusta (zumindest als Bestandteil einer Mischung) für Sie praktisch unverzichtbar.

Und dann gibt es noch Kaffeemischungen, die das Beste aus beiden Welten kombinieren. Arabica liefert Aroma, Süße und geschmackliche Tiefe, Robusta sorgt für Stärke, Koffein und diese wunderbar dichte Crema. Genau nach diesem Prinzip funktionieren Espresso-Mischungen wie Delikates Tandem, bei denen das Verhältnis beider Sorten sorgfältig abgestimmt wurde, damit das Ergebnis in der Tasse harmonisch und ausgewogen ist.

Gibt es auch andere Kaffeesorten?

Arabica und Robusta decken zwar zusammen rund 98–99 % der weltweiten Kaffeeproduktion ab, sind jedoch nicht die einzigen Kaffeesorten. Botaniker erfassen mehr als 100 Kaffeesorten. Die meisten davon werden jedoch nicht kommerziell angebaut. Besonders erwähnenswert ist Coffea liberica, die vor allem auf den Philippinen und in Südostasien wächst und sich durch ein anderes, holziges und rauchiges Geschmacksprofil auszeichnet.

Zur Liberica gehört auch die Excelsa, die für ihre fruchtigen und weinartigen Noten bekannt ist. Die Chance, dass Sie auf eine dieser exotischen Sorten im normalen Handel stoßen, ist jedoch minimal. Es gibt sogar die Kaffeesorte Coffea charrieriana aus Kamerun, die überhaupt kein Koffein enthält. Die Natur denkt eben an alles.

Es gibt keine falsche Wahl, nur falsche Erwartungen

Weltweit werden täglich über 2 Milliarden Tassen Kaffee konsumiert. Schätzungen zufolge werden für den Anbau von Kaffee für eine einzige Tasse Espresso bis zu etwa 140 Liter Wasser benötigt. Und egal ob in dieser Tasse Arabica, Robusta oder eine Mischung landet, wichtig ist nur eines, nämlich dass Ihnen das Ergebnis so gut wie möglich schmeckt.

Sie können sich jederzeit wieder abmelden. Das Bulletin schicken wir Ihnen 1x in 14 Tagen.
Mit der Anmeldung zur Benachrichtigung bei Aktionen, Neuheiten und interessanten Informationen stimmen Sie … zu der Verarbeitung von personenbezogenen Daten zu.

  Kostenlose Lieferung bei einer Bestellung über 40 Euro | Rabatt beim ersten Kauf »